Über die Künstlerin
Als Leslie in den 1980er Jahren in der Nähe der Berge aufwuchs, fühlte sie sich am freiesten, wenn sie mit ihrer Familie an einem von Pinien umgebenen See die Zeit verbrachte, ohne Sorgen auf der Welt. Wildtiere zu sehen, gehörte dort zum Alltag. Sie gehörten dazu. Sie gehörte dazu.
Zu Hause in den Vorstädten beherbergte ihr Haus im Laufe der Jahre einen Hund, eine Katze, Vögel, Fische und ein Kaninchen. Tiere gehörten in ihre Welt, während ihre Eltern Kunstwerke aus Galerien und Möbel auf Auktionen sammelten, um ihr Zuhause zu schmücken.
Neben Natur und Tieren liebte sie die Kunst. Ihr erstes Gemälde schuf sie etwa im Alter von dreizehn Jahren. Nach der High School plante sie, Fotografie zu studieren, und während sie ihr Portfolio vorbereitete, entdeckte sie eine tiefere Leidenschaft für das Zeichnen und Malen. An der Universität war sie fasziniert von der emotionalen Sprache der Farbe, des Lichts und der Symbolik durch einen einzigen Kunstgeschichtekurs.
Mitten in Herzschmerz nahm sie ihren ersten ernsthaften Malkurs. Als sich die Aquarellfarbe über die Seite bewegte, entstanden wunderschöne Muster zu einer Blume, und etwas in ihr begann zu heilen.
Später reiste sie, zog nach Deutschland und wurde Mutter. Weit entfernt von Familie und vertrauter Umgebung, kämpfte sie darum, ihren Platz zu finden. Mit der Zeit untergruben Einsamkeit und weiterer Herzschmerz langsam ihr Selbstwertgefühl. Sie verwandelte sich von einer wagemutigen und freien Person in eine zurückgezogene und abgetrennte.
In dieser Zeit begann sie, die Natur anders wahrzunehmen. Zum ersten Mal hörte sie wirklich die Vögel singen. Sie wurde sich bewusst, dass sie Teil von etwas Größerem war – Teil der lebendigen Welt. In der Natur fand sie eine Ruhe und Verbindung, die sie zuvor nie vollständig gekannt hatte.
Die Suche nach sich selbst führte sie schließlich zurück zur Malerei. Sie studierte am Milan Art Institute, wurde eine professionelle Künstlerin und begann, Vollzeit zu malen.
Heute malt sie Momente der Verbindung, in denen die Natur zu einem Vermittler zurück zum Selbst und zur lebendigen Welt wird. Mit Collage, Tinten, Acrylwaschungen und schließlich Ölen schafft sie geschichtete, atmosphärische Räume, in denen Frauen, Tiere und Elemente der Natur tief miteinander verbunden erscheinen.
Innerhalb dieser Gemälde wird das Selbstwertgefühl nicht in Frage gestellt.
Ihr Atelier befindet sich in ihrem Landhaus, umgeben von Bäumen, Feldern, Wildtieren und Nutztieren – ein Ort, an dem der Alltag und die natürliche Welt weiterhin ihre Arbeit prägen.
Kunst, die in Präsenz und stiller Stärke verwurzelt ist 🌱
